Rechtsanwalt Martin Voß LL.M. Fachanwalt für Strafrecht Braunschweig

Revision bei Strafverfahren

Das Rechtsmittel der Revision richtet sich im Strafrecht gegen Urteile des Strafrichters, des Schöffengerichts, der Strafkammern des Landgerichts und in erster Instanz ergangene Urteile des Oberlandesgerichts.

Was ist der Unterschied zwischen Revision und Berufung?

Anders als bei der Berufung werden grundsätzlich keine Beweise erhoben. Das Rechtsmittel kann nicht auf neue Tatsachen, sondern nur auf Rechtsfehler des angefochtenen Urteils, mithin auf die Verletzung formellen oder materiellen Rechts gestützt werden. Auf diese Weise wird Sichergestellt, dass sie nicht Opfer eines Verfahrensfehlers werden, sofern Sie rechtzeitig über einen Rechtsanwalt einen Antrag einreichen.

Vorgehen bei der Revision

Die Revision muss eine Woche nach Verkündung des Urteils eingelegt werden. Die Revisionsbegründung muss binnen Monatsfrist nach Urteilszustellung erfolgen.

Der Grundstein für eine erfolgversprechende Revision wird allerdings bereits in den Tatsacheninstanzen durch entsprechende Anträge der Verteidigung gestellt. Dies wird vielfach als ,,Revisionsstrategie“ bezeichnet. Damit eine Revision erfolgversprechend ist, ist auch eine genaue Kenntnis der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs vonnöten.

Sofern Sie also mit einer gegen Sie ergangenen Entscheidung nicht einverstanden sein sollten, beraten wir Sie gerne über die Möglichkeiten des Rechtsmittels der Revision.